Im Frühling erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben – der zurückliegende Winter bringt oft auch in Betriebsgebäuden eine Lebensform zum Vorschein, die für viele Probleme sorgen kann: Feuchtigkeitskondensation an Kältebrücken der Außenwände oder Wassereintritt an schadhaften Gebäudehüllen ist die beste Grundlage für Schimmelbefall, der eine Gesundheitsgefahr für Ihre Beschäftigten darstellt.

Schimmel stellt eines der häufigsten Probleme in betrieblichen Räumlichkeiten dar. Denn er kann bei den Beschäftigten Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Asthma auslösen oder verstärken und zu allergischen Reaktionen führen.

Leider keine Ausnahme: Schimmelbefall ist ein verbreitetes Problem

Unsere Erfahrung zeigt, dass zahlreiche Betriebsgebäude in Deutschland bereits von Feuchteschäden mit Schimmelbildung betroffen waren. Vor allem mangelhafte Industriehallen oder Produktionsgebäude sind betroffen, da sie eine perfekte Basis für Feuchtigkeitskondensation und damit Schimmelbildung darstellen.

Schimmel ist mit bloßem Auge nur dann leicht zu erkennen, wenn er als schwarze, grüne oder bräunlich verfärbte Flecken an Wänden und Möbeln auftritt. Doch in vielen Fällen wächst Schimmel auch im Verborgenen, zum Beispiel in Hohlräumen von Fußböden und Leichtbauwänden oder hinter ausgebauten Dachgeschossebenen. Dieser Schimmelbefall ist mit bloßem Auge nicht zu sehen. Bestenfalls deutet er sich durch einen muffigen Geruch an.

Feuchtigkeit ist die Lebensgrundlage für Schimmel

Die Hauptursache und wesentliche Basis für Schimmelwachstum ist in jedem Fall zu hohe Feuchtigkeit. Doch nicht immer ist die Kondensationsfeuchte im Innenraum wegen fehlender oder falsch angebrachter Wärmedämmung Schuld. Gerade an älteren Industriegebäuden bilden sich vor allem im Winter Undichtigkeiten, die einen Wassereintritt von außen ermöglichen, der wiederum zu versteckten Schimmelnestern führen kann.

Wenn bereits ein Schimmelbefall vorhanden ist, hilft nur noch eine fachgerechte Sanierung, die oft nur von Fachfirmen durchgeführt werden kann. Bei kleineren Schimmelflächen können Sie aber auch durchaus selbst erfolgreich tätig werden. In jedem Fall muss zunächst die Ursache für das Schimmelwachstum geklärt werden, um das weitere Vorgehen planen zu können.

Hilfe kommt durch den aktuellen Leitfaden des Umweltbundesamtes

Wie Sie sichtbaren oder verdeckten Schimmelbefall zuverlässig aufspüren, was Sie vorbeugend und zur Beseitigung tun können und wie Sachverständige an das Problem herangehen, beschreibt ausführlich der „Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden“ des Umweltbundesamtes (UBA).

Der Leitfaden wurde ursprünglich im Jahr 2017 veröffentlicht und bildet bis heute die zentrale fachliche Grundlage. Er wird regelmäßig präzisiert und aktualisiert, zuletzt im Jahr 2024, um neue Erkenntnisse zu integrieren und Anwendungen zu konkretisieren.

Der Schimmelleitfaden zeigt Ihnen den richtigen Umgang mit Schimmel auf: vorbeugen, aufspüren und was bei Schimmelbefall im Gebäude zu tun ist.

Nutzen Sie den Leitfaden, um Schimmelschäden frühzeitig zu entdecken und zu beseitigen. Der Leitfaden richtet sich zwar vor allem an Fachkreise, bietet damit aber auch besonders zuverlässige und praktisch umsetzbare Informationen für Ihre Nutzung.

Den Leitfaden finden Sie unter www.umweltbundesamt.de/schimmelleitfaden